Musik und Teilhabe: Mit einem Überraschungskonzert am 29. November präsentierten sieben Musiker in der DRK-Schwesternschaft Bonn ein beeindruckendes Programm

Im Saal der Schwesternschaft spielte zu Beginn Margot Nisita, Bonns älteste Pianistin, Bach und Beethoven. Georgy Volochnikov, ein junger Pianist, der jüngst einen Wettbewerb in China gewonnen hat – in Bonn bekannt als Semifinalist bei der Beethovenkompetition – folgte mit Brahms und Medtner. Sabine Rentrop und Matthias Höhn begeisterten mit barocker Dudelsackmusik. Yulia Parnes sang drei adventliche Lieder und begleitete sich selbst auf der Gitarre. Beim Ave Maria von Caccini und dem „Ich liebe Dich“ von Beethoven wurde sie von Hans-Joachim Zick begleitet, der danach eine eigenkomponierte Hommage an Christof Willibald Gluck, die „Gluckliana“ spielte. Für Matthias Höhn, der an diesem Tag Geburtstag hatte, sang der ganze Saal „Viel Glück und viel Segen“. Hermann Hergarten mit seiner kleinen Drehorgel ließ passend das Trinklied aus La Traviata erklingen und zum Abschluss wiegten sich alle zu Walzerklängen.

Bereits im Juli 2018 startete das neue Musikformat MUTE (= Musik und Teilhabe) in Kooperation mit der Beethoven-Akademie in unserer Schwesternschaft. Zum Auftakt wurde für Gäste aus unserer Tagespflege, Bewohnerinnen und Bewohner im Betreuten Wohnen sowie unseres Maria von Soden-Heims eine Serenade im Freien aufgeführt. Alle Beteiligten waren begeistert von dieser Premiere. 

Die neueste Metaanalyse von Zhang et al aus dem Jahr 2017 zeigt eindrücklich die bisher gefundenen positiven Effekte der Musik(-therapie) auf Gedächtnisleistung, Verhalten, Angst, Depression und Lebensqualität für Menschen mit Demenzerkrankungen. Diese positiven Effekte zu nutzen, ist genau das, was wir mit dem Projekt erreichen wollen. Das dies gelingt, konnten wir auch schon im Herbst dieses Jahres während eines Besuchs zweier Cellisten des MUTE-Projektes beobachten. Die Musiker spielten für schwerpflegebedürftige Bewohnerinnen des Maria von Soden-Heims in deren Zimmern. Deutlich war zu sehen, wie es durch die Musik gelang, einen Zugang zu den an Demenz erkrankten Menschen zu erhalten. Ihre Mimik, Gestik und ihr Verhalten drückten Entspannung, Genuss, Aufmerksamkeit und Ruhe aus.  

 

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